Wasserspeicherung und -transport

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Um das Trinkwasser von den eigenen Wasserwerken und den Übergabestellen der Vorlieferanten zu den Abnehmern zu transportieren, betreibt die Fernwasserversorgung Franken ein weitverzweigtes, rund 1.100 km langes Rohrleitungsnetz. Die Rohre aus Gusseisen und Faserzement haben Durchmesser von 200 bis 700 mm. Zur Überwindung der Geländehöhenunterschiede, die bis zu 320 Höhenmeter (Abstand zwischen höchstem und tiefstem Punkt im Netz) betragen, werden mehr als 35 Pumpwerke mit einer installierten Gesamtleistung von 5,9 MW betrieben.

Die FWF versorgt nicht bis zum Endabnehmer, weshalb ihre Fernleitungen an rund 650 Abgabestellen enden. Von dort wird den angeschlossenen Ortschaften das Wasser mit dem benötigten Druck und in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt. Die hinter den Abgabestellen liegenden örtlichen Verteilungsnetze betreiben die Städte und Gemeinden in eigener Verantwortung selbst.

Der Wasserbedarf schwankt im Verlauf eines Tages erheblich. Zur „Rush-hour“ fließen – gemessen am Tagesdurchschnitt – bis zur fünffachen Menge durch die Leitungen. Hinzu kommen die jährlichen Schwankungen aufgrund der Witterung.

Um dies ausgleichen zu können, betreibt die FWF 53 Wasserspeicher-
behälter. Die einzelnen Wasserkammern speichern bis zu 5.000 m³ Trinkwasser, insgesamt beträgt das Speichervolumen im Verbandsgebiet rund 110.000 m³, was etwa 200 Schwimmbädern mit einer Länge von
25 m entspricht.