Aktuelles


„Wir machen Trinkwasserversorgung sicher“ 

Zweckverband Fernwasserversorgung Franken im Dialog:

Mitteilung der Fernwasserversorgung Franken über geplante Untersuchungen
an der Brunnenanlage Uehlfeld I und II

Die hiesige öffentliche Trinkwasserversorgung wird unter anderem durch Brunnen des Zweckverbands Fernwasserversorgung Franken (FWF) in der Gemeinde Uehlfeld sichergestellt. Eine derartige Wasserentnahme basiert auf einer behördlichen Genehmigung von Wasserrechten. Die aktuell geltenden Wasserrechte für die Brunnenfelder in Uehlfeld sind bis zum 31.12.2021 befristet. Daher bereitet die FWF zur langfristigen Sicherung der Wasserversorgung gegenwärtig die Neubeantragung der wasserrechtlichen Genehmigung im bestehenden Umfang vor. Im Zuge dessen sind auch Arbeiten an der Gewinnungsanlage in Uehlfeld erforderlich.

Die FWF möchte mit dieser Mitteilung über die vorbereitenden Maßnahmen und Arbeiten im Zusammenhang mit der Neubeantragung der Wasserrechte informieren.

Im Rahmen der Wasserrechtsbearbeitung sind verschiedene Maßnahmen geplant, die der Erfassung von aktuellen technischen Bestands- und Betriebsdaten sowie der allgemeinen Zustandsverbesserung dienen: Die Brunnen werden mechanisch gereinigt, Kontrollmessungen des Brunnenausbaus und leistungsbezogene Tests zur Ermittlung der Brunnenergiebigkeit werden durchgeführt. Das im Rahmen der Brunnenarbeiten entnommene, reine Grundwasser wird über provisorische Schlauchleitungen in brunnennahe Gräben oder in die lokalen Fließgewässer eingeleitet und nicht zur Trinkwassergewinnung genutzt.

Weiterhin werden umfangreiche Maßnahmen zum Nachweis der ökologischen Verträglichkeit der Grundwasserförderung durchgeführt. Dieser Arbeitsschritt ist ein obligatorischer Bestandteil der Wasserrechtsbeantragung. Für den Zeitraum der Maßnahme wird aus diesem Grund ein ausgeweitetes Messstellennetz im Weisach- und Aischgrund aus 1-Zoll-Messstellen eingerichtet, das nach Abschluss der Untersuchungen rückgebaut wird.

Die technischen Maßnahmen, die in enger Abstimmung mit den zuständigen Genehmigungs- und Fachbehörden erfolgen, sind für den Zeitraum Ende 2019 bis Ende 2020 geplant.

Im Zuge der Maßnahmen ergeben sich keine Auswirkungen auf die sichere Versorgung mit Trinkwasser.

Haben Sie weitere Fragen oder Hinweise? Rufen Sie uns an! Die FWF steht Ihnen unter der Rufnummer 09842 938-0 bzw. per Mail unter info@fernwasser-franken.de zur Verfügung.




Schutz der Trinkwasserversorgung vor Verunreinigungen

Zum Schutz der Trinkwasserversorgung vor Verunreinigungen fordert die Trinkwasserverordnung in § 17 Absatz 6, dass Trinkwassersysteme nicht mit Systemen mit Wasser unbekannter Herkunft (Nichttrinkwasser) verbunden werden dürfen. Es müssen den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechende Sicherungseinrichtungen verwendet werden, um ein Rückfließen von Nichttrinkwasser in die Trinkwasserversorgung und damit eine Verunreinigung des Trinkwassers zu verhindern.

Trotz dieser Anforderungen gibt es viele Fallbeispiele, bei denen es aufgrund von fehlenden oder nicht adäquaten Sicherungseinrichtungen zu mikrobiellen Kontaminationen in der Trinkwasser-Installation und im Verteilungsnetz der öffentlichen Trinkwasserversorgung kommt. Zudem gibt es Bestrebungen, u. a. aus Kostengründen, die konkreten rechtlichen Anforderungen in Frage zu stellen. Im Diskurs mit Experten für Hygiene und Mikrobiologie am 27. Februar 2019 wurde beraten, ob der freie Auslauf weiterhin das Maß der Dinge ist oder ob es neue wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse gibt, die eine Abkehr vom freien Auslauf ermöglichen.

Hygienische Absicherung des Trinkwassers – freier Auslauf (DIN EN 1717), DVGW-Positionspapier mit den Ergebnissen des DVGW-Diskurses vom 27. Februar 2019:

https://www.dvgw.de/medien/dvgw/verein/aktuelles/stellungnahmen/dvgw-position-absicherung.pdf




Wasserqualität

Aufgrund betrieblicher Maßnahmen in unserem Verbandsgebiet und bei unseren Vorlieferanten kommt es im Jahresverlauf zu Veränderungen der Wasserqualität. Im Wesentlichen ist davon die Trinkwasserhärte betroffen. Alle Grenzwerte der Parameter der Trinkwasserverordnung werden weiterhin eingehalten.

 

Veränderung der Wasserqualität in den Versorgungsbereichen Sulzfeld und Elpersdorf

Die Pumpversuche im Brunnenfeld Sulzfeld/Marktsteft (Landkreis Kitzingen) sind seit Anfang Mai 2019 abgeschlossen. Im Versorgungsbereich Sulzfeld bleibt die Gesamthärte weiterhin zwischen 24 bis 26 °dH - im Härtebereich HART. Betroffen sind Abnehmer der Fernwasserversorgung Franken in den Landkreisen Kitzingen, Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim und Würzburg.

Im Versorgungsbereich Elpersdorf wird die Versorgungszone Endsee in den Normalbetriebszustand zurückversetzt. Die Gesamthärte des verteilten Trinkwassers liegt bei 16 bis 18 °dH und somit weiterhin im Härtebereich HART. Betroffen sind Abnehmer der Fernwasserversorgung Franken im weiteren Umkreis von Uffenheim bis Burgbernheim, überwiegend im westlichen Teil des Landkreises Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim.

 

Umstellung der Wasserherkunft zum 01.07.2019, hier: Versorgungsbereich Arberg

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe (RBG) hat mit Wirksamkeit zum 1. Juli 2019 die Inbetriebnahme der Wasserförderung aus dem Erschließungsgebiet Arberg (ZV Reckenberg-Gruppe) und gleichzeitig die Abgabe an die Fernwasserversorgung Franken angekündigt.

Betroffen ist der Versorgungsbereich Arberg der FWF:

  • Gemeinde Ehingen (Abnahmestellen: Dambach, Lentersheim und Klarhof),
  • Gemeinde Unterschwaningen (Abnahmestellen: Unter-/Oberschwaningen, Dennenlohe) und
  • Gemeinde Wittelshofen (Abnahmestellen: Dühren, Grüb b. Wittelshofen).

Das Grundwasser aus dem Erschließungsgebiet Arberg ist von bester Qualität. Das Trinkwasser erfüllt nach Angaben der Reckenberg-Gruppe die strengen Anforderungen der geltenden Trinkwasserverordnung und ist im Vergleich zum bisherigen (aus Wassermungenau kommenden Wasser; 15-16 °dH) wesentlich kalkärmer und damit weicher (ca. 6 °dH). Das weiche Trinkwasser hat einen spürbar geringeren Bedarf an Reinigungsmitteln, u. a. bei Wasch- und Spülmaschinen, zur Folge.

Während der ersten Monate kann es aufgrund von Ablösungen bestehender Ablagerungen (z. B. Eisen und Mangan) im Netz oder in den Hausinstallationsleitungen zu möglichen Braunverfärbungen des Wassers kommen. Diese Eintrübung ist nicht gesundheitsschädlich und kann durch Spülmaßnahmen reduziert werden. Lassen Sie in diesem Fall das Wasser einige Minuten ablaufen. Auch die Reckenberg-Gruppe führt in ihren Ortsnetzen zusätzliche intensive Spülungen durch, um gelöste Ablagerungen auszuspülen.

Durch den Zweckverband Reckenberg-Gruppe erfolgt während der Anfangszeit aus Sicherheitsgründen eine sogenannte „Transportchlorung“, welche mit dem zuständigen Gesundheitsamt Ansbach abgestimmt ist. Hierbei sollen die Grenzwerte für Chlor gemäß Trinkwasserverordnung nicht überschritten werden.

Das im Versorgungsbereich Arberg abgegebene Trinkwasser wird gemäß Trinkwasserverordnung auch von der Fernwasserversorgung Franken überwacht.

 

Veränderung der Wasserqualität im Versorgungsbereich Haslach

Einer unserer Vorlieferanten, der Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe (RBG), hat das neue Erschließungsgebiet und Wasserwerk auf der Gemarkung Arberg in Betrieb genommen. Das Wasser im Versorgungsbereich Haslach (westlicher Landkreis Ansbach) kommt mit ca. 30 % vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe (RBG). Damit verändert sich auch die Wasserqualität im Versorgungsbereich Haslach im Verbandsgebiet der Fernwasserversorgung Franken. Siehe hierzu die obigen Hinweise zum Versorgungsbereich Arberg.

 

Informationen
Welche von der Fernwasserversorgung Franken versorgten Ortsteile in den jeweiligen Versorgungsbereichen liegen, finden Sie hier »

 

Bei Fragen zur Wasserqualität stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des akkreditierten Betriebslabors gerne zur Verfügung.

Akkreditiertes Betriebslabor der Fernwasserversorgung Franken
Tel.: 09321 8678
Fax: 09321 924420
labor@fernwasser-franken.de